e.p.m - Bindemittelstreuer

Warum Bodenverbesserung?
Boden ist wertvoller Baustoff und verursacht im konventionellen Austauschverfahren hohe Kosten. Entsprechend rentabel sind moderne Bodenaufbereitungsverfahren – zumal der Austausch von Böden dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz widerspricht und mit den geltenden Richtlinien für den Erd- und Straßenbau (ZTVE-StB 09) nicht in Einklang zu bringen ist.
Da der Wiedereinbau anstehender Böden in der Regel jedoch an mangelnder Verdichtbarkeit, nicht ausreichender Tragfähigkeit oder zu großen Steineinlagerungen scheitert, gilt es, diese Eigenschaften über bodenaufbereitende Maßnahmen zu optimieren. Im Vordergrund stehen dabei die Reduktion des Wassergehalts und die Strukturverbesserung des Bodens. Das zu diesem Zweck von MTS entwickelte, ebenso kostensparende wie effiziente und ressourcenschonende Verfahren heißt e.p.m. Es dient der schnellen und zuverlässigen Verbesserung anstehenden/wiedereinzubauenden Bodens.
Wie funktioniert e.p.m?
Ganz einfach: Der e.p.m-Bindemittelstreuer wird an einen Bagger oder Lader angekuppelt und mit dem passenden Bindemittel befüllt. Im ersten Schritt gilt es, das Bindemittel auf das anstehende Aushubmaterial dosiert auszubringen.
Die Dosierung erfolgt über einen hydraulischen Antrieb, die Bindemittelmenge wird optisch angezeigt! Anschließend wird das Bindemittel-Boden-Gemisch mit einem ALLU-Crusher homogen in einem Durchgang gemischt und nach Möglichkeit im gleichen Arbeitsgang in den Graben eingebaut. Die Bindemittelmenge lässt sich dabei mittels Bindemittelstreuer der jeweiligen Bodenbeschaffenheit entsprechend anpassen (gesteuert über eine optische Anzeige der Bindemittelmenge).
Dank hydraulischer Schnellwechseleinrichtung ist der Bindemittelstreuer für den Bagger so jederzeit griffbereit und reduziert dessen Standzeiten auf ein Minimum.



Welche Einsatzbereiche sind sinnvoll?
Ob „mixed in place“ oder „mixed in plant“: dank leichter Handhabung, hoher Leistung und einwandfreier Ergebnisse ist das e.p.m-Verfahren im Tiefbau innerorts ebenso wie bei großen Erschließungsmaßnahmen einsetzbar.
Da sich mittels speziell konzipierter ALLU-Schaufelseparatoren Kornfraktionen von 20 bis 110 mm erzielen lassen, ermöglicht das e.p.m-Verfahren auch einen Einsatz in der Leitungszone entsprechend der DIN EN 1610.

Bindemittelarten zur Bodenverbesserung
Ungelöschte Kalke (Weißfeinkalk CaO DIN 1060)
Kalke, die vorwiegend aus Calciumoxid und Magnesiumoxid bestehen und durch Brennen von Kalkgestein und/oder dolomitischem Gestein hergestellt werden. Beim Kontakt mit Wasser reagieren die für die Bodenverbesserung häufig verwendeten ungelöschten Kalke exotherm.
Mischbindemittel
Herstellung: werkseitige Mischung aus Baukalken und Zementen (ggf. unter Zusatz von Füllern).
Merkmale: Verringerung des Wassergehalts und Steigerung der Tragfähigkeit.
Welches Bindemittel?
In Abhängigkeit von der Aufgabenstellung und den anstehenden Böden gilt es zunächst, das geeignete Bindemittel festzulegen.
Generell sind für tonige und stark bindige Böden Bindemittel mit einem hohen Kalkanteil (CaO) sowie für grob- und gemischtkörnige Böden Bindemittel mit höherem Zementanteil zu verwenden.
Da sich die Bodeneigenschaften innerhalb einer Baustelle in ihrer Zusammensetzung jedoch oftmals ändern, empfiehlt sich oftmals ein Gemisch aus Weißfeinkalk (nach DIN 1060) und gebranntem Ölschiefer (nach DIN 1164 Teil 1). Einsatzgebiete: gemischtkörnige und leichtplastische Bodenarten.
Welche Bindemittelmenge?
Auch die Bindemittelmenge ist abhängig von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit, der Bearbeitungsweise und vor allem von den Witterungseinflüssen.
Da sich beim e.p.m-Verfahren der Boden unmittelbar nach dem Aushub verbessern und einbauen lässt, kann Regen den Wassergehalt nicht negativ beeinflussen.
Erfahrungsgemäß kann darum bei korrekter Anwendung im Schnitt mit 1% (Gew.-%) gearbeitet werden.
Welche Vorteile ergeben sich?
=> Krümelbildung
=> Reduzierung des Wassergehalts
=> Verringerung der Plastizität
=> Verbesserung der Verdichtungswilligkeit
=> Erhöhung der Tragfähigkeit




