Die Nutzung von Satellitensignalen (GNSS: „GPS“) zu Vermessungszwecken hat terrestrische Verfahren in vielen Bereichen bereits verdrängt. Raupen, Grader und Fertiger werden seit Jahrzehnten erfolgreich über Ultraschall-, Laser- oder auch Satellitensignale gesteuert.
Relativ neu ist die „GPS“-Technik beim Bagger, der als vielseitigstes Gerät auf der Baustelle das größte Potential zur Nutzung vollständiger 3DDaten mitbringt - beim Aushub, bei der Verfüllung, im Auftrag und zur Profilierung. Die Bedienung der 3D-Steuerung verlangt übrigens nicht mehr Anwenderkompetenz als die Bedienung der Grundfunktionen eines gewöhnlichen Handys.
EINSATZBEREICHE
Böschung, Damm, Einschnitt
Wo Erdbauprojekte umfangreiche Erdbewegungen und profilgenaues Arbeiten erfordern, punktet die 3D-Steuerung mit einer enormen Steigerung der Tagesleistung und einer maximalen Maschinenauslastung:
Das im Rechner hinterlegte digitale Geländemodell (DGM) macht Absteck- und Nivellierarbeiten überflüssig und erlaubt profilgenaues Arbeiten.
Wasserbau
Wo die Sicht fehlt, kann eine 3D-Steuerung den Baggerlöffel trotzdem sicher navigieren. Selbst beim Bau von Riegelrampen kann ein kalibrierter Greifer Steine auf den Punkt genau setzen.
Punktgenaues Arbeiten
Wiederkehrende Aufgaben, bei denen es auf Zentimetergenauigkeit ankommt, löst eine 3D-Steuerung präzise, schnell und ohne störende Absteckungen. Die Zeitersparnis summiert sich bei Akkordarbeit - so beispielsweise beim Setzen von Fundamenten oder Steinen. Unterm Strich arbeiten Sie um ein Vielfaches gewinnbringender.
Tief- und Straßenbau
Besonders effizient arbeitet die 3D-Steuerung auf Baustellen mit komplexen Anforderungen wie sie innerorts beispielsweise Rohrleitungs-, Kanal- und Straßenarbeiten mit sich bringen: Hier entfallen beim Ausheben Absteckarbeiten und die damit verbundenen Warte- und Standszeiten, weil der Maschinenführer synchron Lage- und Höhekontrolle prüfen kann. Darum kann bei Rückverfüllungen das Planum gleich Profilgerecht eingebaut werden. Bei kleineren Straßenbaumaßnahmen ist der Einbau von Tragschichten ohne Grader möglich. Die 3D-Steuerung erlaubt außerdem die profilgerechte Herstellung des Randsteinplanums und den zentimetergenauen Bau von komplexen Knotenpunkten und Ausbuchtungen. Nicht zuletzt ermöglicht sie im Kanal- und Leitungstiefbau ein sicheres Arbeiten durch die Anzeige von Hindernissen im Graben.